Im Gespräch ging es auch um die Rahmenbedingungen für produzierende Unternehmen in Deutschland. ATE berichtete unter anderem über zunehmende bürokratische Anforderungen, die schwierige Beschaffung von Seltenerdmagneten und den wachsenden Wettbewerbsdruck aus China. Auch die Frage, wie mittelständische Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit und Investitionsfähigkeit langfristig sichern können, wurde thematisiert.
ATE hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich in den Standort Leutkirch investiert. Nach dem Erweiterungsbau von Werk 3 wurde 2024 die Vergusskapazität ausgebaut. 2025 nahm das Unternehmen zudem ein neues Laserschneidzentrum in Werk 5 in Betrieb. Das derzeitige Werk 4 bietet weitere Expansionsmöglichkeiten und damit gute Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Standorts.
„Für einen starken Wirtschaftsstandort wie Leutkirch sind innovative und international tätige mittelständische Unternehmen von großer Bedeutung“, betonte Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle. „Der direkte Austausch mit den Unternehmen vor Ort ist deshalb besonders wichtig. Nur so können Herausforderungen frühzeitig erkannt und die Rahmenbedingungen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene gezielt weiterentwickelt werden“, so Henle weiter.
ATE beschäftigt am Standort Leutkirch aktuell rund 165 Mitarbeiter und verfügt über eine Produktionsfläche von gut 6.500 Quadratmetern. Das Unternehmen entwickelt und produziert kundenspezifische elektrische Antriebe für unterschiedliche Einsatzbereiche, unter anderem für den Maschinenbau, die Luftfahrt, Marine, Motorsport und Automotive sowie für Kompressoren, Prüfstände und die Medizintechnik. Jährlich entstehen rund 50.000 Motor-Elemente in unterschiedlichen Größen und Leistungsbereichen.

